Rot war nur die Ampel

Nachdem letzte Woche der erste Sieg in der Rückrunde eingefahren werden konnte, ging es am ungewohnten Dienstag nach Donrath zur dortigen VI., die auf dem Papier schwächste Mannschaft der starken Donrather Phalanx in unserer Gruppe. Dementsprechend optimistisch waren wir – außerdem hatten wir unseren neuen TT-Stern im Aufgebot …

Doppel 1 wogte hin und her, aber Birgit und Carsten behielten im Fünften die Oberhand. Doppel 2 verlor klar – hier merkte man noch deutlich die fehlende Abstimmung zwischen Branko und Uwe.

In den Einzeln stellte sich schnell heraus, dass der beste Spieler an dem Abend mal wieder aus den Reihen des Gegners kam: Die Donrather Nummer 2 holte nach dem Doppelsieg auch drei Punkte in den Einzeln.
Wir hielten mit starker mannschaftlicher Geschlossenheit dagegen – jeder konnte punkten. Besonders erwähnt sei der souveräne Sieg von Branko gegen die Nummer 1 und das erneut dramatische Spiel von Uwe gegen die „4“: Nach zwei überraschend klaren Sätzen für Uwe schlug der Gegner zurück und konnte im Vierten mit 18:16 ausgleichen. Uwe vergab hier einige Matchbälle und wer dachte, dass das doch an seinem Nervenkostüm zehren würde, sah sich komplett getäuscht: Den Fünften entschied er mit 11:1 (!) für sich.

Ebenso stark wie wichtig waren auch Birgits beide Siege im unteren Paarkreuz – teils klar, teils spannend, aber immer den Gegner mit ihrer starken Rückhand dominierend.
So ging es beim Zwischenstand von 6:4 für uns in die dritte und letzte Runde der Einzel: Carsten sicherte das Unentschieden, Birgit fand gegen die unorthodoxe Spielweise der Nummer 1 kein probates Mittel und Uwe verlor „erwartungsgemäß“ gegen die „2“. Somit musste es Branko richten: Nach schneller 2-Satz-Führung kam der Gegner nochmal auf, im vierten Satz hatte Branko Matchbälle, doch der Gegner konnte sie abwehren und machte dann im fünften Satz das Unentschieden zum 7:7 perfekt.

Vielleicht wäre auch mehr drin gewesen – vor allem, wenn jemand den roten Boden gefunden hätte (für Insider) – aber nach schönem Spiel und mannschaftlichem Kampf hatten wir einen weiteren Pluspunkt in der Tabelle sicher.
So konnten wir mit unseren Gastgebern schiedlich und friedlich bei Bier und Mett (Danke!) über das Spiel und über die Vorteile eines Tischtennisroboters philosophieren.

Zum Schluss sei noch in eigener Sache vermerkt: Wir waren gar nicht lange aus – wir mussten nur ein klein wenig auf die Fässchenleerung warten, um an die ersehnten Kronkorken zu kommen – und dann zog sich die Rückfahrt erstaunlich lange, wobei wir die meiste Zeit an roten Ampeln standen … (CH)